Identitätsarbeit von Führungskräften unter Unsicherheit
Forschungsinteresse
- Die Veränderungsprozesse in Unternehmen, als Reaktion auf die steigende Komplexität und Dynamik, beeinflussen nicht nur die Frage nach der organisationalen Steuerung sondern auch Annahmen über den individuellen Umgang.
- Die Führungsforschung beschäftigt sich zunehmend mit der Frage, wie Führung unter turbulenter werdenden Umfeldbedingungen und wachsender Komplexität handlungsfähig bleiben kann.
Ergebnisse
- Unsicherheit zu erleben wird von vielen Führungskräften nach wie vor als persönliches Problem definiert und bleibt daher häufig unausgesprochen. Wenn Unsicherheit zu erleben als alltägliches Phänomen definiert wird und nicht als Ausnahme, ermöglicht dies zu beschreiben, wie Führungskräfte ihre Handlungsfähigkeit herstellen und welche Folgen das für ihr Handeln in der Rolle hat. Anhand von Interviews ist eine Typologie mit vier unterscheidbaren Strategien des Herstellens von Handlunsgfähigkeit entstanden, die verdeutlichen wie Glaubwürdigkeit ermöglicht oder verhindert wird.[i].
[i] Die Interviews fanden im Rahmen meiner Doktorarbeit mit dem Titel „Führen unter Unsicherheit: Eine empirisch fundierte Typologie der Identitätsarbeit von Führungskräften“ statt.